Projekt Bauwagen

Projekt Bauwagen

12. Februar 2017 Aus Von moni Strerath

Ich habe mir einen Traum erfüllt und einen Bauwagen gekauft.

Es sollte ein Zweiachsiger sein und noch einigermaßen gut erhalten. Relativ schnell habe ich einen geeigneten gefunden und ein Glück, hat der Veräufer den Bauwagen auch angeliefert. Das Aufstellen war spannend und nur mit vereinter Manpower umsetzbar.

Innen sah der Bauwagen dunkel und schmuddelig aus. Alle Möbel waren noch vorhanden.
Zwei scheussliche Spanplattenbänke, ein großer Tisch, ein kleiner Tisch und mehrere Stühle. Es sah aus, als hätten die Bauarbeiter gerade erst Feierabend gemacht.

Die Spanplattenbänke habe ich sofort rausgerissen. Den kleinen Tisch habe ich abgeschrubbt und behalten. Sieht schön shabby aus. Auch zwei Stühle sollten bleiben. Den großen Tisch habe ich aufbewahrt, zumindest das Gestell. Vielleicht braucht ja mal jemand einen schönen Shabby-Tisch 😉

Dünne grau braun beklebte Hartfaserwände. Das musste geändert werden. Als ich ein Stück der Hartfaser entfernt hatte, habe ich zu meinem Erstaunen gesehen, dass bereits eine Isolierung aus Styroporplatten existierte. Da habe ich meine ursprüngliche Idee, komplette Isolation der Wände und neue Verkleidung, verworfen und mich entschlossen einfach zu tapezieren.

Aber zunächst musste ich mich um das Loch von dem Ofenrohr kümmern. Da ich überlege, den Bauwagen eventuell auch an Kurzurlauber zu vermieten, wird es eine Elektroheizung geben. Im Campingbedarf habe ich ein Lamellenlüftungsgitter entdeckt, das passt. Der Vorteil: Auf der gegenüberliegenden Seite gibt es schon ein Lüftungsgitter, so habe ich eine Querlüftung garantiert. Muff ausgeschlossen 😉

Zwischen Lüftungsgitter Außen und Innen haben wir noch ein Moskitonetz eingesetzt. So kann man auch im Sommer lüften, ohne Mückenplage.

Die olle Decke haben wir mehrmals  mit Weiß überstrichen. Die zwei vorhandenen Steckdosen haben wir um 3 Steckdosen erweitert. Das Kabel wird unter dem noch zu verlegenden Boden verlegt.

Da es ein kleiner Bauwagen ist, war es mir wichtig, dass er schön hell und freundlich wird. Nach langer Suche im Internet, habe ich mich für diese Streifentapete entschieden. Der Vorher – Nachher-Effekt ist beeindruckend. Am nächsten Morgen haben wir aber feststellen müssen, dass das alte Braungrau durchschlägt. Also alles wieder runter, weiß vorstreichen und dann tapezieren.

Der Boden besteht nur aus einer Spanplatte, die von Unten schon an einigen Stellen leicht aufgequollen ist. Erst wollte ich den kompletten Boden rausreißen, das stellte sich aber als zu aufwendig heraus, denn die Seitenwände wurden auf der Bodenplatte befestigt. Ich habe mich dann dazu entschieden Unterbodenschutz zu streichen. Bitumen, das auch noch Tage danach meine Beine zierte 😉

Dann von Innen Bodendämmung mit Bodendielen. Endlich hell und freundlich! Der Raum wirkt jetzt größer als vorher.

Zwecks Bodenschutz habe ich mich für eine hellgraue Lasur entschieden.